Zu Content springen
Deutsch
  • Es gibt keine Vorschläge, da das Suchfeld leer ist.

Terrastone Earth verarbeiten – worauf muss ich achten?

Von der Musterfläche bis zur Einpflege: So gelingt Ihre Wand mit Terrastone Earth.

Terrastone Earth verbindet die mineralische Tiefe von Terrastone mit den raumklimatischen Eigenschaften eines feinen Lehmputzes. Bei fachgerechter Verarbeitung erhalten Sie schon mit einer Lage eine warme, matte und lebendig schattierte Wand. Weil das Material etwas anders reagiert als Terrastone Original, gibt es einige Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten. Die folgenden Schritte führen Sie durch die Verarbeitung.

1. Immer zuerst eine Musterfläche anlegen

Legen Sie vor Beginn der Arbeiten in jedem Fall eine ausreichend große Musterfläche auf dem späteren Untergrund an – mit demselben Farbton, Werkzeug, Lagenaufbau und derselben Einpflege. Auch wenn der Zeitplan eng ist: Nur an einer Musterfläche können Sie Farbwirkung und Schattierung verlässlich beurteilen.

2. Untergrund prüfen und grundieren

Der Untergrund muss fest, tragfähig, trocken, sauber und gleichmäßig saugend sein. Geeignet sind u. a. Gips- und Kalkzementputze, Beton, Gipskarton, tragfähige Dispersionsanstriche und tragfähiger alter Lehmputz. Mehr dazu lesen Sie in Wie muss der Untergrund für Terrastone beschaffen sein?

  • Normal saugende Untergründe: mit Terrastone TerraBase 2 Haftgrund grundieren.
  • Stark oder ungleichmäßig saugende Untergründe und alter Lehmputz: zuerst TerraBase 3G Gel-Tiefengrund, danach TerraBase 2 Haftgrund oder TerraBase 8 Schnellhaftgrund.

Wichtig bei altem Lehmputz: Tragen Sie die Grundierung nicht mit Rolle oder Walze auf, sondern mit einer Bürste satt im Kreuzgang. Sonst zeichnen sich die Rollbahnen später als Streifen in der Oberfläche ab.

3. Terrastone Earth anmischen

Lösen Sie zuerst das Pigment in etwa 5 Litern sauberem, kaltem Wasser auf. Streuen Sie dann das Basismaterial ein und mischen Sie alles mit einem Rührwerk gleichmäßig durch. Geben Sie anschließend in kleinen Mengen Wasser dazu, bis eine sämige, standfeste Konsistenz entsteht – für 15 kg sind insgesamt etwa 5 bis 7 Liter Wasser ein guter Richtwert. Verwenden Sie für eine zusammenhängende Fläche bei jedem Eimer dieselbe Wassermenge. Bei 20 °C sollten Sie das angemischte Material innerhalb von etwa 45 Minuten verarbeiten.

4. Auftragen: eine oder zwei Lagen

Terrastone Earth wird in einer oder zwei Lagen verarbeitet. Am besten bewährt hat sich die einlagige Verarbeitung ohne Filzen. Wenn Sie zwei Lagen auftragen möchten, kann die zweite Lage nach etwa 1,5 bis 2 Stunden Trocknungszeit der ersten Lage folgen (bei ca. 20 °C). Arbeiten Sie immer nass in nass und stellen Sie zusammenhängende Flächen ohne Unterbrechung fertig.

Für die Gestaltung eignen sich die Techniken von Terrastone Original: klassisch archaisch (kreuz und quer auftragen und anschließend glätten), gefüllt und fein geglättet oder gelupft. Eine Beschreibung der Techniken finden Sie unter Wie verarbeite ich Terrastone? Eine Übersicht.

Dunkle Farbtöne nicht filzen: Bei dunklen und kräftig pigmentierten Farbtönen wie Anthrazit Dark 50 oder Mumbai Dark 43 führt Filzen zu starken, unruhigen Schattierungen. Verarbeiten Sie diese Farbtöne ausschließlich mit Kelle oder Spachtel.

5. Trocknen lassen und bei Bedarf schleifen

Terrastone Earth bindet nach etwa einer Stunde ab und härtet in ca. 4 bis 10 Tagen aus. Lassen Sie die Fläche gleichmäßig und ohne punktuelle Wärmequellen trocknen.

Schleifen ist nicht zwingend nötig – auch ungeschliffene Flächen sehen sehr gut aus. Wenn Sie schleifen möchten, geht das von Hand oder mit der Maschine; maschinell frühestens nach 2 bis 3 Werktagen. Bei dunklen Farbtönen kann Schleifen die Schattierungen etwas beruhigen. Saugen Sie die Fläche danach sehr gründlich ab, sonst setzt sich der Schleifstaub als Schleier in der Einpflege ab.

6. Optional einpflegen

Eine Endbehandlung ist bei normaler dekorativer Nutzung nicht erforderlich. Für zusätzlichen Schutz hat sich dieser Aufbau bewährt:

  • Grundeinpflege: terraSkin 16 Porenfüller, 1:1 mit Wasser verdünnt
  • Imprägnierung und Schutz: terraSkin 9F (flüssige Steinseife) – die Oberfläche bleibt weitgehend farbneutral und wirkt etwas ruhiger.

Testen Sie jede Einpflege zuerst auf Ihrer Musterfläche, da sie Farbe, Glanz und Haptik verändern kann. Weitere Möglichkeiten finden Sie unter Welcher Oberflächenschutz ist für mein Terrastone-Projekt der richtige?

Häufige Fragen

Wie viel Terrastone Earth brauche ich?
Auf einem glatten, gut vorbereiteten Untergrund reicht ein 15-kg-Eimer einlagig für etwa 12 m² (ca. 1,25 kg/m²) und zweilagig für etwa 8 bis 9 m² (ca. 1,7 kg/m²). Raue oder stark saugende Untergründe erhöhen den Verbrauch.

Darf ich Terrastone Earth filzen?
Bei dunklen und kräftig pigmentierten Farbtönen nein – dort entstehen starke Schattierungen. Probieren Sie Filzen bei helleren Farbtönen immer zuerst auf der Musterfläche aus.

Muss ich die Wand schleifen oder versiegeln?
Nein, beides ist optional. Schleifen kann die Optik beruhigen, eine Einpflege mit terraSkin bietet zusätzlichen Schutz.

Kann ich Terrastone Earth auf alten Lehmputz auftragen?
Ja, wenn der Lehmputz tragfähig ist. Grundieren Sie zweistufig mit TerraBase 3G und TerraBase 2 (oder TerraBase 8) – und zwar mit der Bürste im Kreuzgang, nicht mit der Rolle.

Wo finde ich das technische Datenblatt?
In unserem Artikel Produktblätter Terrastone.